Kreisjagdverein Schlüchtern e.V.
Kreisjagdverein Schlüchtern e.V.

Interessierte Jagdhornbläser- innen nahmen am Waldbegang teil.

Zu einem Waldbegang am 20. Juli 2018 im Staatswald hatte das
Hessische Forstamt Jossgrund
interessierte Bürgerinnen und Bürger eingeladen.
Hauptthemen des in der Revierförsterei Kreuzgrund geplanten Rundgangs waren
„Multifunktionale Forstwirtschaft“ sowie „Sicherung der Spessarteiche
durch Pflege und geregelte Nutzung“

Von Revierleiter Christian-Rietz-Nause erfahren wir: Bis heute ist der Spessart vor allem wegen seiner Eichen
berühmt. In keinem anderen deutschen Landstrich findet man eine größere Zahl alter Eichen von dieser
hervorragenden Qualität. Laut einer Regierungsvereinbarung sollen bis zum Jahr 2020 fünf Prozent des
Landeswaldes aus der Nutzung genommen werden. Waldflächen stilllegen, so Chr. Rietz-Nause ist nicht der
richtige Weg, sondern pflegen nachhaltig bewirtschaften, damit der Wald auch weiterhin zur Verfügung steht.

Wirtschaftliche Überlegungen verhalfen der Eiche zu ihrer heutigen Bedeutung. Die Wälder des Hochspessarts wurden
jahrhundertelang von den Mainzer Fürstbischöfen als Jagdgebiet genutzt. Außerdem benötigten sie Bauholz für ihre Anwesen
und verkauften viel für den Schiffsbau nach Holland. Die Eichen mit ihren nahrhaften Früchten konnten diese Ansprüche am
besten erfüllen. Deswegen wurden sie von den Fürsten besonders geschützt und gefördert. Von Natur aus wäre die Eiche im
Spessart nur mit einem Anteil von 2 bis 3 % an der Zusammensetzung der Baumarten beteiligt. Beim Konkurrenzkampf ist die
Buche als Hauptbaumart der natürlichen Waldgesellschaft der Eiche weit überlegen und drängt sie zurück. Trotz dieser
Ausgangslage ist die Eiche heute auf ca. 20 % der Waldfläche vertreten, d.h. ihr natürliches Vorkommen wurde ausgedehnt.
In Verbindung mit einer jahrhundertelangen forstlichen Tradition hat die Eichenwirtschaft im Spessart eine herausragende
Stellung erlangt.
Die Eiche ist aus Sicht des Natur- und Artenschutzes eine der bedeutendsten Baumarten. Eichen bieten mit ihren Kronen,
Stämmen, ihrer rauen Rinde und nicht zuletzt mit absterbenden Baumteilen und ihrem Totholz vielen Tier-, Pflanzen-und
Pilzarten die zentrale Lebensgrundlage. Dazu gehören besonders viele Arten der Insektenwelt, die ausschließlich auf Eichen
angewiesen sind. Eine maßvolle und waldpflegliche Eichennachzucht kann somit auch Naturschutzzielen dienen.

Jubilare 2018

 

Aktuelle Termine           des KJV, DJV, LJV und der Unteren Jagdbehörde

 

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© Jürgen A. Schmidt

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