Kreisjagdverein Schlüchtern e.V.
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                  Unfallgefahr im Winter

Herbst und Winter sind ebenso wildunfallträchtige Jahreszeiten wie es der heiße Sommer, durch die liebestollen Rehböcke, ist.

Auch jetzt ist besondere Aufmerksamkeit durch den Autofahrer gefordert.

Unfallgefahr auf den Straßen!

 

Im Herbst und Winter fällt die Dämmerung genau in die Zeiten des Berufsverkehrs. Dadurch steigt die Gefahr von Wildunfällen, denn Rehe, Wildschweine und Co. suchen in den Stunden der Dämmerung nach Futter und überqueren dabei häufig Straßen.

Unsere Tipps, wie Sie Wildunfälle vermeiden können.

Sicheres Verhalten in Gebieten mit Wildwechsel

 

Die Folgen von Wildunfällen können fatal sein: Ein ausgewachsenes Wildschwein von 80 Kilogramm besitzt bei einem Zusammenstoß mit einem 50km/h schnellen Auto ein Aufschlaggewicht von zwei Tonnen. Das entspricht der Masse eines Nashorns.

Um Wildunfälle mit solch schwerwiegenden Folgen zu vermeiden, gilt:

 

In Gebieten, die mit Wildwechsel-Schildern gekennzeichnet sind und generell in der Nähe von Wäldern und Feldern heißt es: Runter vom Gas. Seien Sie jederzeit bremsbereit. Wer beispielsweise mit Tempo 60 statt 80 fährt, verkürzt den Bremsweg um über 30 Meter.

 

Machen Sie sich bewußt, dass die tiefstehende Sonne die Sichtverhältnisse erschwert und zu längeren Reaktionszeiten führt.

Beachten Sie, dass u. a. feuchtes Laub, Schneematsch oder Blitzeis auf der Strasse den Bremsweg verlängern. Passen Sie daher Ihre Geschwindichkeit an die Strasse an.

Beobachten Sie die Fahrbahnränder genau.

Quert ein Reh oder Wildschwein die Strasse, sollten Sie bremsen, hupen und abblenden. Auf diese Weise wird das Tier nicht geblendet und kann noch einen Fluchtweg finden.

Wildschweine, Hirsche und Rehe sind selten allein unterwegs. Wenn ein Tier über die Fahrbahn läuft, können weitere folgen. Warten Sie daher, bevor Sie weiterfahren.

Ist eine Kollision trotz Vollbremsung nicht mehr zu vermeiden, ist es besser, als ein riskantes Ausweichmanöver zu unternehmen. Der Aufprall auf einen Baum oder eine Kollision mit dem Gegenverkehr haben in der Regel schwerwiegendere Folgen als der Zusammenstoß mit einem Wildtier.

Melden Sie jeden Wildunfall der Polizei. Auch angefahrene und verletzte Tiere müssen gegebenfalls nachgesucht werden, um sie von ihrem Leid zu erlösen.

Für die Schadensabwicklung mit der Versicherung ist eine bestätigte Unfallmeldung Voraussetzung.

Fassen Sie angefahrenes Wild auf keinen Fall an. Das Risiko für Verletzungen durch ein letztes Aufbäumen des Tieres und auch für Infektionen sind hoch.

 

Pressestelle Kreisjagdverein Schlüchtern

 

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