Kreisjagdverein Schlüchtern e.V.
Kreisjagdverein Schlüchtern e.V.

Informationen zur Afrikanischen Schweinepsest (ASP)

Gebühren der Trichinenuntersuchung und Aufwandsentschädigung

 

 

Sehr geehrter Damen und Herren,
liebe Jägerinnen und Jäger,


die Afrikanische Schweinepest (ASP), welche sich seit 2014 in Osteuropa ausbreitet, hat bereits
jetzt Auswirkungen auf die Bejagung des Schwarzwildes in Deutschland.


Nach Einschätzung des Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit
(FLI) für Seuchenforschung, ist die Gefahr eines Eintrags der Seuche in die heimische Wildscheine-Population als hoch einzustufen.
Der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland hätte verheerende Folgen für die Landwirtschaft sowie der nachfolgenden fleischproduzierenden Industrie. Nach Angaben des
Deutschen Bauernverbandes könnte ein Schaden im zweistelligen Milliardenbereich zu erwarten sein.
Um das Risiko der Einschleppung bzw. der schnellen Verbreitung im Ausbruchsfalle zu minimieren, wurden bereits verschiedene Präventionsmaßnahmen in Hessen auf Landesebene eingeleitet.
Hierzu zählen derzeit die Aufhebung der Schonzeit für Keiler und Bachen für das Jahr 2018 sowie die Einführung einer Aufwandsentschädigung für die Beprobung von Fallwild beim Schwarzwild.
Der Main-Kinzig-Kreis hat mit Beschluss des Kreisausschusses vom 20.02.2018 folgende weitere Präventionsmaßnahmen festgelegt:

 

1. Die Gebührenerhebung für die Trichinenuntersuchung beim Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Main-Kinzig-Kreises werden für die Dauer von zwei Jahren ausgesetzt. Bei der Entnahme der Trichinenprobe durch die Fleischbeschautierärzte bzw. das
amtliche Fleischbeschaupersonal werden ebenfalls keine Gebühren fällig.

 

2. Der Main-Kinzig-Kreis zahlt für jedes regulär erlegte Stück Schwarzwild, unabhängig vom Gewicht, eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 20 Euro.
Die Aufwandsentschädigung wird gewährt, wenn der hierzu beauftragte Jagdausübungsberechtigte neben der Muskelprobe zur Untersuchung auf Trichinen eine Blutprobe für die Untersuchung auf ASP und die separat verpackte Rüsselscheibe (Wurf), unter Angabe des Erlegungsortes und –Datum sowie Ort der Lagerung, beim Veterinäramt des Main-Kinzig-Kreis abgibt.

 

3. Die Aufwandsentschädigung und die Aussetzung der Gebühren für die Trichinenuntersuchung werden nur unter der Voraussetzung der Abgabe von Trichinenprobe, Blutprobe und Rüsselscheibe gewährt. Sollte diese Voraussetzung nicht erfüllt werden, kann kein Anspruch
auf die Gewährung der Maßnahmen unter Punkt 1. und 2. erhoben werden.

 

Die beiden oben genannten Maßnahmen des Main-Kinzig-Kreis treten ab dem 01.03.2018 in Kraft. Die zusätzlichen Maßnahmen des Main-Kinzig-Kreises sollen Sie bei der Reduzierung der Schwarzwildbestände und in Anbetracht des zu leistenden Aufwandes unterstützen.
Wir möchten Sie hiermit gleichzeitig noch einmal darauf aufmerksam machen, dass jede Möglichkeit zur Erlegung von Schwarzwild zu nutzen ist, um eine Bestandsreduzierung beim Schwarzwild
zu bewirken. In diesem Zusammenhang möchten wir noch einmal klarstellen, dass der Schutz von zur Aufzucht notwendiger Elterntiere gemäß § 22 Abs. 4 Bundesjagdgesetz in jedem Falle zu beachten
ist.


Für Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen
gez. Rützel

Jubilare 2018

 

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© Jürgen A. Schmidt

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